JUGEND IN AKTION wirkt
JUGEND IN AKTION, das Programm der EU für alle Jugendlichen fördert junge Menschen: ihre Kompetenzen, ihren Start ins Berufsleben, ihr Engagement für Europa und für die Gesellschaft.
Das belegen aktuelle Studien. Wie JUGEND IN AKTION wirkt, verdeutlichen die nachfolgenden Punkte.
Zufriedenheit der teilnehmenden Jugendlichen
In den Jahren 2007 bis 2009 nahmen an den durch JUGEND für Europa geförderten Projekten 34.849 Jugendliche aus Deutschland und den beteiligten Programmländern teil.
- Das Programm JUGEND IN AKTION hat sich für mehr als 90 % der teilnehmenden Jugendlichen als bereichernde Erfahrung erwiesen und kann somit als relevant für ihre Bedürfnisse angesehen werden.
- Fast 50 % sind selbstsicherer und selbstständiger geworden.
- 55 % können besser mit neuen Situationen umgehen.
- 86,9 % der Jugendlichen berichteten, dass sie ihre Sichtweisen und Ideen entscheidend oder teilweise in die Projekte einbringen konnten.
- Mehr als 90 % aller Teilnehmenden haben nach dem Projekt mehr Mut auch in der Zukunft mobil zu sein.
Wirkungen des Programms auf gesellschafts- und europapolitischer Ebene
JUGEND IN AKTION ermutigt junge Menschen dazu, sich erstmals oder mehr als zuvor gesellschaftlich oder politisch zu engagieren und sich einzusetzen: im eigenen Umfeld und für Europa. Das Ergebnis: Sie wissen mehr über Europa, fühlen sich „europäischer" und nehmen ihre Rechte wahr.
Gesellschaftliches Engagement
- 62,5 % berichten, dass sie sich seit ihrer Programmteilnahme verstärkt gesellschaftlich oder politisch engagieren.
- 38,9 % haben sich nach dem Projekt neu ehrenamtlich engagiert.
- 74,5 % der Teilnehmenden setzen sich stärker als früher gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.
Europa
- Bei 85,1 % der Befragten ist das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte – wie Menschenrechte, Demokratie oder Toleranz - nach dem Projekt stark oder zumindest teilweise gestiegen.
- 81,9 % interessieren sich nach dem Projekt mehr für europäische Themen als vorher.
- 45,1 % der Teilnehmenden hat ihre Einstellung zur EU zum Positiven geändert.
- 60,2 % der Teilnehmenden fühlen sich nach einem Projekt mehr als Europäer als vorher.
Wahlbeteiligung Europawahlen 2009
- 60 % der jugendlichen Teilnehmer haben 2009 an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilgenommen (Wahlbeteiligung der 18-24jährigen in der EU allgemein: 29 %).
Entwicklung der persönlichen Kompetenzen
JUGEND IN AKTION fördert den Erwerb von Schlüsselkompetenzen. Jugendliche stärken ihre Persönlichkeit, perfektionieren ihre Sprachkenntnisse oder lernen neue Sprachen hinzu, verbessern ihre Teamfähigkeit und ihre interkulturelle Handlungskompetenz.
- 84,8 % der jugendlichen Teilnehmenden geben an, ihre Sprachkompetenzen verbessert zu haben.
- 62,3 % der Teilnehmenden haben Ihre Kompetenz im Umgang mit elektronischen und anderen Medien verbessert.
- 82,1 % der Teilnehmenden haben ihre interkulturelle Handlungskompetenz entscheidend verbessert.
- 80,6 % sind offener für Europas Multikulturalität.
- 74,2 % der Teilnehmenden haben Ihre Konfliktfähigkeit verbessert.
- 90 % lernten besser im Team zusammen zu arbeiten.
- 83 % der Jugendlichen waren nach der Teilnahme am Projekt besser in der Lage, gute Ideen zu entwickeln und zu realisieren sowie ein Projekt zu planen und umzusetzen.
- 65 % sehen sich in der Lage, sich besser kreativ und künstlerisch auszudrücken.
Berufsbezogene Kompetenzen
JUGEND IN AKTION fördert die berufliche Orientierung Jugendlicher und macht Mut, weitere bildungsbezogene Auslandsaufenthalte zu planen. Jugendliche fühlen sich besser für den Einstieg in das Arbeitsleben vorbereitet, wenn sie vorher interkulturelle Lernerfahrungen gemacht und eigene Projekte auf die Beine gestellt haben.
- 66,5 % haben eine klarere Vorstellung von ihrem weiteren Bildungsweg gewonnen.
- 77,9 % der Teilnehmenden haben sich vorgenommen, ins Ausland zu gehen, um zu studieren oder zu arbeiten.
- Kontakte für ihren beruflichen Werdegang wurden von 41,3% der Jugendlichen geknüpft.
- 65,6 % der Teilnehmenden glauben, dass sich ihre beruflichen Chancen verbessert haben.
Besonderer Förderbedarf – Benachteiligte Jugendliche
JUGEND IN AKTION fördert die Mobilität zu Lernzwecken von benachteiligten Jugendlichen. Dabei sind soziale, ökonomische, bildungs- und kulturell bedingte Benachteiligungen die überwiegenden Gründe für den besonderen Unterstützungsbedarf.
- 565 Projekte mit benachteiligten Jugendlichen konnten 2009 gefördert werden.
- In kurzfristigen Jugendbegegnungsmaßnahmen hatten 50 % der Teilnehmer einen benachteiligten Hintergrund.
- 40 % der Teilnehmenden kamen aus familiären Hintergründen mit niedrigem Bildungsniveau (Abschlüsse Mutter / Vater).
Youthpass - Der Lernnachweis
JUGEND IN AKTION stellt mit dem Youthpass ein europaweit anerkanntes Zertifikat zur Beschreibung der Lernerfahrungen im nicht formalen Lernen aus.
- 59,2 % der Teilnehmenden haben eine positive Einstellung zum Youthpass-Zertifikat.
- In Deutschland wurden bis Ende 2010 insgesamt 7.400 Zertifikate ausgestellt.
---
Studien
Die hier präsentierten Ergebnisse sind das Ergebnis vor allem zweier Untersuchungen:
Zwischenevaluation des EU-Programms JUGEND IN AKTION 2007 – 2009 auf nationaler Ebene,
im Auftrag des BMFSFJ durchgeführt durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V, Frankfurt a.M. (ISS)
"Unter der Lupe" - Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von JUGEND IN AKTION, im Auftrag von JUGEND für Europa durchgeführt durch das Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der außerschulischen Bildung IKAB e.V. in Bonn und der Forschungsgruppe Jugend und Europa an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Bericht 2009.








