Aktion 2 - Europäischer Freiwilligendienst

Europäische Freiwillige fahren ins Ausland. Sie leben und arbeiten dort in einem gemeinnützigen Projekt; sammeln neue Eindrücke, neue Ideen, neue Perspektiven. Wie Tina, die ihre Zeit als Freiwillige in Liverpool nutzte, um herauszufinden, dass ihre berufliche Zukunft im sozialen Bereich liegt.

Was ist ein Europäischer Freiwilligendienst?

Mit dem Europäischen Freiwilligendienst (EFD) können sich junge Menschen als Freiwillige in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Jugendlichen zwischen 18 und 30 Jahren (in Ausnahmefällen ist auch eine Förderung ab 16 Jahren möglich).

In Deutschland werden starke Bemühungen unternommen auch Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf die Teilnahme am EFD zu ermöglichen, insbesondere haben z. B. Freiwillige, mit einem  Haupt- oder Realabschluss oder mit Migrationshintergrund  eine höhere Förderpriorität.

In der Regel dauert ein EFD zwischen zwei und zwölf Monaten. Für junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf sind auch kürzere Projekte ab zwei Wochen möglich. Projekte für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf unterliegen besonderen Anforderungen, um die angemessene Unterstützung der Freiwilligen sicherzustellen.

Vor, während und nach Beendigung ihres Dienstes werden die Freiwilligen pädagogisch begleitet. Der EFD ist ein nicht-kommerzielles Angebot; die Teilnahme an einem EFD ist  für die Jugendlichen nicht mit Kosten verbunden. Außer der Altersregelung gibt es keine weiteren Zugangsbeschränkungen für die Teilnahme. Ein bestimmter Bildungsabschluss oder Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.

Neben einem EFD in einem Programmland können auch EFD-Projekte mit Benachbarten Partnerländern (in Osteuropa und Kaukasus, Südosteuropa und Ländern des Mittelmeerraums) durchgeführt werden.

Ziele des Europäischen Freiwilligendienstes

Seit 1996 fördert die Europäische Union den Europäischen Freiwilligendienst. Sie will damit die Solidarität, die aktive Europäische Bürgerschaft sowie das gegenseitiges Verständnis unter jungen Menschen fördern. 

Der EFD ist ein wirklicher „Lerndienst“. Die Freiwilligen sind für die lokale Gemeinschaft von Nutzen, lernen neue Fertigkeiten und Sprachen und entdecken andere Kulturen. Ihre Tätigkeit in einem Projekt soll in einem ausgewogenen Verhältnis von Lernen und Arbeiten stehen. Den Freiwilligen soll Raum für eigene Projekte gegeben werden, damit sie ihre Kreativität und Eigeninitiative ausbauen können.

Grundlage eines Europäischen Freiwilligendienstes

Grundlage für den EFD ist eine solide Partnerschaft einer Entsende- und einer Aufnahmeorganisation. Wesentliche Bestandteile eines EFD sind:

  • Dienst: Die oder der Freiwillige wird von einer Aufnahmeorganisation aufgenommen und leistet auf Taschengeldbasis einen freiwilligen Dienst zum Wohl der lokalen Gemeinschaft.
  • Vorbereitung: Die Entsendeorganisationen bereiten die EFD-Freiwilligen auf ihre Tätigkeiten und den Auslandseinsatz vor. Die Freiwilligen erhalten vor ihrer Ausreise von ihrer Entsendeorganisation das Info-Kit für Freiwillige.
  • EFD-Begleitseminare: Aufnahmeorganisationen gewährleisten, dass die EFD-Freiwilligen an  einem Einführungstraining und, einem eventuellen Zwischentreffen   teilnehmen.
  • Auswertender Event: Die EFD-Freiwilligen können nach Ende ihres EFD ihre Erfahrungen in ein- bis zweitägigen Events auswerten. Eine Teilnahme an auswertenden Events ist nicht verpflichtend, aber stark empfohlen. Jugend für Europa bietet im Herbst 2012 erstmals ein zentral durchgeführtes, auswertendes EFD-Event in Berlin an. Zur Teilnahme erwartet werden rund 250 ehemalige EFD-Freiwillige.
  • Ständige Unterstützung der Freiwilligen: Die beteiligten Organisationen haben die Pflicht,  die Freiwilligen persönlich, aufgabenbezogen, sprachlich und verwaltungstechnisch zu unterstützen.

Sowohl Aufnahme- wie Entsendeorganisation müssen akkreditiert sein - ebenso wie eine mögliche koordinierende Organisation.

Was sonst noch wichtig ist

Ein EFD-Projekt kann auf eine Vielzahl von Themen und Einsatzgebieten ausgerichtet sein. Alle anerkannten Projekte sind in einer Datenbank der Europäischen Kommission aufgeführt (http://ec.europa.eu/youth/evs/aod/hei_en.cfm).

Der EFD versteht sich nicht als Praktikumsmöglichkeit im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums.

Dokumentenbereich

Im Dokumentenbereich finden Sie alle relevanten Unterlagen für die Aktion 2 - Europäischer Freiwilligendienst.

Bitte beachten Sie vor einer Antragstellung unbedingt die formalen Richtlinien und die inhaltlichen Förderprioritäten. Diese sind für eine erfolgreiche Projektbewilligung erforderlich.

Aktueller Hinweis

Ab 2012 bereiten die EFD-Entsendeträger ihre Freiwilligen auf die Ausreise und das EFD-Projekt vor. Dazu gehört auch die Aushändigung des von der EU-Kommission entwickelten Info-Kits für EFD-Freiwillige vor der Ausreise.

Weitere Informationen sowie das Info-Kit finden Sie hier...

Beratung

Wenn Sie Fragen haben, hilft Ihnen das Team 2 gerne weiter (E-Mail: ).

Unterstützung und Fortbildung

JUGEND für Europa unterstützt Sie während der Projektphase.

Monitoring-Group
Ihre ProjektberaterInnen für laufende EFD-Projekte

infoMail
Die infoMail informiert Sie über alle wichtigen Neuigkeiten zum Programm und zur Agentur.

action-online
Der Fortbildungskalender von JUGEND für Europa hat zahlreiche Angebote für Sie parat.

Presseportal
Im Presseportal von JUGEND für Europa erhalten Sie Informationen und Vorlagen für ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Coaching-Pool
Die Coaches bieten Ihnen Unterstützung für Ihre laufenden Projekte an.

Youthpass

Die Europäischen Freiwilligen erhalten am Ende des Projekts einen Youthpass. Diesen können Sie online erstellen.

Mehr zu den Hintergründen des Youthpass erfahren Sie hier.

EVS Info-Kit

Die EU-Kommission hat ein EVS Info-Kit herausgegeben mit wichtigen Informationen für alle jungen Menschen, die einen Europäischen Freiwilligendienst leisten.

Projekte Guter Praxis

Richtlinien sind Richtlinien. Wie aber die Praxis aussieht, können Sie hier nachlesen.