Fragen und Antworten zum Ausfüllen des Antragsformulars

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über das E-Formular. Einige Fragen und Antworten zum Ausfüllen des Formulars haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

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Allgemeine FAQs zu den Antragsformularen
Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 1
Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 2
Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 3

Allgemeine FAQs zu den Antragsformularen

Welche Nationalagentur muss ich auswählen?

Stellt Ihre Einrichtung den Projektantrag und hat Ihre Einrichtung Ihren Sitz in Deutschland, wählen Sie bitte die Nationale Agentur für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION (DE04 Deutschland) aus.

Bitte beachten Sie, dass die Nationalen Agenturen nur Projekte mit Projektpartnern aus Programm- und benachbarten Partnerländern der EU verwalten.

Planen Sie Aktivitäten mit Partnern aus anderen Partnerländern (vgl. S. 24 Programme Guide), ist der Projektantrag im Rahmen des Capacity Building bei der Exekutivagentur in Brüssel zu stellen und kann nicht von den Nationalen Agenturen bearbeitet werden.

Wann benötigt meine Einrichtung eine Akkreditierung?

Eine Akkreditierung benötigen Einrichtungen, die im europäischen Freiwilligendienst aktiv sind. Beantragen Sie eine Jugendbegegnung oder Mobilitätsmaßnahme für Fachkräfte der Jugendarbeit, dann benötigt Ihre Einrichtung keine Akkreditierung – Sie können das Feld im Teil C.1.2. des elektronischen Antragsformulars also frei lassen.

Ich will zusätzliche Aktivitäten bzw. Angaben im Antragsformular eingeben. Was muss ich tun?

Das elektronische Antragsformular bietet die Möglichkeit mehrere Aktivitäten in einem Projekt zu beantragen. Um zusätzliche Aktivitäten anzulegen, betätigen Sie das Feld "Aktivität hinzufügen" im Teil G1 des Antragsformulars.

Um weitere Einrichtungen als Projektpartner hinzuzufügen, betätigen Sie analog das Feld "Partner hinzufügen".

Das elektronische Formular bietet zudem die Möglichkeit, bei Bedarf zusätzliche Angaben zu machen, z.B.um Zuschüsse zu Kosten für Teilnehmer/-innen mit Behinderung oder Außergewöhnliche Kosten zu beantragen. In diesen Fällen betätigen Sie das Feld "+" und vervollständigen die hinzugefügten Bereiche.

Das Feld "+" zum Hinzufügen für zusätzliche Angaben findet sich nicht nur im Budgetbereich, sondern auch in den inhaltlich beschreibenden Teilen, z.B. im Teil zur Projektbeschreibung (Teil D), zu Teilnehmer/-innen mit geringeren Chancen (Teil E1) oder Lernergebnissen (Teil E2).

Die Fehlermeldungen vor der Übermittlung des Antragsformulars sind unverständlich.

Vor der elektronischen Übermittlung des Antrags führt das Formular vorab eine erste Überprüfung der formalen Angaben auf kausale Fehler durch.

Bitte entschuldigen Sie, dass einige Fehlermeldungen teilweise oder vollständig in englischer Sprache verfasst sind. Auch bitten wir Sie um Verzeihung, dass das Formular bei einer Fehlermeldung nicht direkt zum bemängelten Feld springt. Hierauf haben wir leider keinen Einfluss.

Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 1

Die Angaben zum Profil der beteiligten Einrichtungen sind nicht vollständig. Was muss ich tun?

Nach Angabe des jeweiligen PIC-Codes für die antragstellende Einrichtung und die Partnereinrichtung/-en und Betätigen der Schaltfläche "PIC prüfen" werden automatisch Angaben zur Einrichtung in das Antragsformular eingepflegt.

Bitte prüfen Sie, ob die Angaben zum Profil der antragstellenden und der beteiligten Einrichtungen (Teil C.2) vollständig sind. Sind keine Angaben vorhanden, müssen diese im zentralen Registrierungsportal der Europäischen Kommission (URF = Unique Registration Facility) des Teilnehmer-Portal (Participant Portal) nachträglich eingegeben werden. Führen Sie für Ihre Einrichtung die folgenden vier Schritte durch:

  1. Anmeldung im Teilnehmer-Portal mit Ihren ECAS-Kontodaten.
  2. Im Fenster "My Organisation" wählen Sie die Aktion "Modify Organisation" (Schaltfläche "MO" ) für Ihre Einrichtung aus.
  3. Wählen Sie (links vom Feld "Update your data") das Programm "Erasmus+" aus.
  4. Gehen Sie auf den Reiter "EAC" und machen Angaben zur Form Ihrer Einrichtung.

Bitte wählen Sie beim Punkt "Organisation Type" die Organisationsform Ihrer Einrichtung in der Auswahl aus. Sofern in den Auswahloptionen nicht die passende Organisationsform gefunden werden kann, wählen Sie "Other" und benennen die Organisationsform Ihrer Einrichtung im folgenden Freitextfeld "Description". Sofern Sie kein klein-oder mittelständisches Unternehmen sind, beantworten Sie die Frage "Is your organisation a Small or Medium Enterprise?" mit "Nein".

Abschließend betätigen Sie das Feld "Update your date", um die Änderungen zu speichern und bestätigen Sie die gemachten Änderungen.

Meine Einrichtung ist eine öffentliche Einrichtung – wieso berechnet das Antragsformulars nur die Hälfte der förderfähigen Zuschüsse?

JUGEND für Europa konkretisiert die Vorgabe aus dem Programmhandbuch dahingehend, dass öffentliche Einrichtungen der kommunalen Verwaltung, d.h. (Kommunen, kreisfreie Kommunen, Landkreise, Bezirke oder Landschaftsverbände) als Gebietskörperschaften nicht unter diese Regelung fallen.

Betroffen sind alle eigentlichen Landesbehörden im Jugendbereich (Landesministerien).

Diese Reduzierung bezieht sich ausschließlich auf die „organisatorische Unterstützung“ in Leitaktion 1 – Lernmobilität für Einzelpersonen, die um 50% reduziert wird.

Andere Kostentypen in Leitaktion 1 sind nicht betroffen.

Aktivitäten in den Leitaktionen 2 und 3 sind grundsätzlich von der Regelung nicht betroffen.

Sofern Ihre Einrichtung nicht von der Limitierung der finanziellen Unterstützung auf 50% der förderfähigen Kosten betroffen ist, wählen Sie im Teil C.1.1. Profil des elektronischen Antragsformulars die Option "Nein".

Ich plane eine Aktivität mit Partnern aus benachbarten Partnerländern der EU. Was muss ich beachten?

Planen Sie eine Aktivität mit Partnern aus benachbarten Partnerländern der EU (vgl. S.24, Programme-Guide), wählen Sie bitte die entsprechende Art der Aktivität mit dem Vermerk "benachbarte Partnerländer".

Stimmt die Komposition der an der Aktivität beteiligten Einrichtungen nicht mit der Auswahl der Art der Aktivität überein, kann der Projektantrag nicht übermittelt werden.

Was bedeutet das Feld "Langzeitmaßnahme"?

Treffen Sie die Auswahl, dass es sich bei der geplanten Aktivität um keine Langzeitmaßnahme handelt, kann die Dauer nur in Tagen angegeben werden – dies ist formal nur bei Jugendbegegnungen, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit und Kurzzeit-EFD möglich.

Treffen Sie die Auswahl, dass es sich bei der geplanten Aktivität um eine Langzeitmaßnahme handelt, kann die Dauer nur in (vollen) Monaten angeben werden – dies ist formal nur beim Europäischen Freiwilligendienst möglich.

D.h. der Europäische Freiwilligendienst ist grundsätzlich eine Langzeitmaßnahme, mit einer Dauer zwischen zwei und zwölf Monaten. Ein Europäischer Freiwilligendienst mit einer Dauer zwischen zwei Wochen und zwei Monaten (Kurzzeit-EFD = keine Langzeitmaßnahme) ist nur für potentielle Freiwillige mit geringeren Chancen möglich.

In der Übersicht zur Höhe der geltend gemachten organisatorischen Unterstützung wird bei der Aktivität Europäischer Freiwilligendienst als Langzeitmaßnahme ein Zuschuss pro Teilnehmer/-in pro Tag angegeben. Der hier angegebene Satz pro Tag entspricht dem im Programmleitfaden vorgesehenen Satz pro Monat, bei 30 Tagen pro Monat.

Ich plane eine Jugendbegegnung. Kann ich für die Betreuer/-innen eine Pauschale im Rahmen der "Organisatorischen Unterstützung" beantragen?

Ja, auch für die Betreuer/-innen bei einer Jugendbegegnung kann die Pauschale im Rahmen der Organisatorischen Unterstützung beantragt werden. Geben Sie hierfür im Teil G.1. des elektronischen Antragsformulars für jede Gruppe (laufende Nummer) die Anzahl der Teilnehmer/-innen (jugendliche Teilnehmer/-innen zzgl. Betreuer/-innen) an.

Bitte beachten Sie, dass jede nationale Gruppe bei einer Jugendbegegnung von mindestens einer Betreuerin / einem Betreuer begleitet werden muss (vgl. S. 69 Programme Guide). Die Betreuer/-innen werden bei der Berechnung der minimalen und maximalen Anzahl der jugendlichen Teilnehmer/-innen nicht berücksichtigt.

Wie berechnen sich die Reisekostenpauschalen?

Die Reisekosten werden über eine Pauschale gefördert. Die Höhe der Pauschale ist abhängig von der Entfernung zwischen dem Ort der Einrichtung im Entsendeland und dem Ort der Aktivität im Aufnahmeland.

Die Höhe der Pauschale ist abhängig von der Entfernung zwischen beiden Orten. Grundlage für die Bestimmung der Entfernung ist der Online-Entfernungsrechner der Europäischen Kommission.

Entsprechend der berechneten Entfernung ist eine Entfernungskategorie auszuwählen – je größer die Entfernung, desto höher ist die Pauschale der Reisekosten.

Wir weisen darauf hin, dass die Entfernungskategorie "0-99 km" nicht funktionsfähig ist. Die kleinste mögliche Entfernungseinheit für Jugendbegegnungen ist die Kategorie "10-99 km". Für den Europäischen Freiwilligendienst und für Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit ist dies die Kategorie "100-499 km" (entsprechend S. 72 ff. Programme Guide).

Mit der Pauschale werden die Reisekosten für Hin- und Rückreise abgegolten.

Die Pauschale kann für alle entsendenden Einrichtungen und auch für die Einrichtung/-en, in deren Land die Aktivität stattfindet, geltend gemacht werden. Eine Verschiebung der Pauschalbeträge zwischen den Projektpartnern einer Aktivität ist bei Zustimmung der beteiligten Einrichtungen möglich.

Wie bestimme ich die Dauer meiner Aktivität für die Berechnung der organisatorischen Unterstützung?

Es kann jeder Tag gefördert werden, an dem Programmpunkte der Aktivität stattfinden. D.h. finden etwa am Tag der Anreise der Teilnehmer/-innen Programmpunkte der Aktivität statt, können für diesen Tag die Pauschalen für die organisatorische Unterstützung beantragt werden. Gleiches gilt für den Tag der Abreise. Die für die Berechnung der organisatorischen Unterstützung zugrunde gelegte Anzahl an Tagen kann also höher sein als die im Teil G des Formulars angegbene Dauer der Aktivität ohne Reisetage.

Bitte beachten Sie, dass die formalen Kriterien zur minimalen und maximalen Dauer einer Aktivität (exklusive Reisetage) einzuhalten sind. Werden die Vorgaben des Programmleitfadens zur Dauer einer Aktivität unter- oder überschritten, kann diese nicht gefördert werden.

Ich beantrage eine Jugendbegegnung oder eine Mobilitätsmaßnahme für Fachkräfte der Jugendarbeit. Wieso werden im Budget des Antrags keine Aufenthaltskosten kalkuliert?

Die Budgetposition "Aufenthaltskosten" (Teil I.2.) werden nur für die Aktivität "Europäischer Freiwilligendienst" kalkuliert. Bei den Aufenthaltskosten handelt es sich um die Aufwandsentschädigung der Europäischen Freiwilligen. Diese berechnet sich in Abhängigkeit von der Dauer und dem Zielland, in dem der Europäische Freiwilligendienst absolviert wird (vgl. S. 73 ff. Programme Guide).

Was muss ich beim Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung beachten?

Der Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung ist nur für Teilnehmer/-innen des Europäischen Freiwilligendienstes mit einer Dauer von zwei bis zwölf Monaten verfügbar. Das Antragsformular in der aktuellen Version ist fehlerhaft programmiert und berechnet den Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung bei entsprechender Eingabe auch für Teilnehmer/-innen bei Jugendbegegnungen, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit und Kurzzeit-EFD.

Bitte beantragen Sie für diese Aktivitäten keinen Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung, d.h. geben Sie bei allen Aktivitäten außer Europäischer Freiwilligendienst als Langzeitmaßnahme in den Feldern zum Zuschuss zu sprachlichen Vorbereitung "0" (Null) an.

Als Nationale Agentur können wir den Zuschuss zur sprachlichen Vorbereitung nur fördern, wenn dieser begründet ist. Andernfalls müssen wir die beantragte Förderung reduzieren.

Kann ich finanzielle Unterstützung für Teilnehmer-/innen mit Behinderung und geringeren Chancen beantragen?

Ja. Für Mittel und Maßnahmen für Teilnehmer/-innen mit Behinderung können Zuschüsse im Teil I.5. des Formulars beantragt werden. Für Teilnehmer/-innen mit geringeren Chancen können im Teil I.6. des Formulars Außerordentliche Kosten beantragt werden. Die Notwendigkeit dieser Mittel und Maßnahmen ist im Freitextfeld unter Teil I.6 des Antagsformulars zu erläutern.

Für die zusätzliche persönliche Unterstützung und Betreuung von Teilnehmer/-innen mit Behinderung und geringeren Chancen durch zusätzliches Begleitpersonal  können die anfallenden Kosten in Form von Honoraren gefördert werden. Die Honorare sollen die gesamte Leistung (d.h. Entgelt, Unterbringung und Verpflegung während der Aktivität) abgelten. Für dieses zusätzliches Begleitpersonal können auch die tatsächlichen Reisekosten in den Teilen I.5. oder I.6. des Formulars beantragt werden. Sofern die Reisekosten im Honorar inkludiert sind, ist dies zu vermerken. Für zusätzliche Begleitpersonen werden keine Pauschalen für Organisatorische Unterstützung oder Reisekostenpauschalen gefördert.

Welche Anhänge muss ich dem Antragsformular hinzufügen (Teil N)?

In der Checkliste (Teil K) werden mit der unterschriebenen Ehrenwörtlichen Erklärung, den von den Projektpartnern unterschriebenen Vereinbarungen (Mandate) und dem Zeitplan für die Aktivität / den Zeitplänen für die Aktivitäten drei Elemente benannt, die dem Antragsformular als Anhang elektronisch hinzuzufügen sind.

Die Vorlage zu den Partnervereinbarungen / Mandaten finden Sie neben dem E-Antragsformular im Dokumentencenter.

Für meine Jugendbegegnung bzw. für mein EFD-Projekt möchte ich einen Vorbereitenden Planungsbesuch beantragen. Ich finde im Antragsformular aber nicht die passende Kategorie. Was muss ich tun?

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Beantragung eines Vorbereitenden Planungsbesuches sowohl bei einer Jugendbegegnung als auch bei einem Europäischen Freiwilligendienst im Antragsformular eine weitere Aktivität anlegen müssen.

Geben Sie nach dem Anlegen die Personenzahl ein (maximal zwei Personen pro Organisation, wenn die zweite Person ein an der Begegnung teilnehmender Jugendlicher ist) und beantragen bei den Reisekosten die entsprechende Entfernungspauschale für die zulässigen reisenden Personen. Die Kosten für Unterbringung beantragen Sie bitte in dieser Aktivität über die Außergewöhnlichen Kosten.

Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 2

Was versteht man unter "geistigen Leistungen" / "hochwertigen Produkten und Ergebnissen" (intellectual outputs)?

Mit „geistige Leistungen“ bzw. „hochwertige Produkte und Ergebnisse“ werden die Ergebnisse eines Projekts bezeichnet, die das wesentliche innovative Element eines Projekts ausmachen. Sie sollten erkennbar von Relevanz und praktischem Nutzen für andere Träger im Jugendbereich oder den Jugendbereich als Ganzen und daher mit entsprechenden Maßnahmen zur Verbreitung und dem Transfer der Projektergebnisse verbunden sein.

Ergebnisse in diesem Sinne können z.B. die Erarbeitung neuer Konzepte oder Curricula, die Erstellung von Handbüchern, das Ergebnis eines Forschungsvorhabens oder andere – materielle oder immaterielle – Leistungen und Produkte sein, die erheblichen Umfang und hohe Qualität aufweisen. Produkte geringeren Umfangs wie z.B. eine kleine Broschüre oder die Dokumentation der in einem Training angewandten Methoden rechtfertigen keine Förderung aus dieser Position, sondern sind mit den Pauschalen für Projektmanagement abgedeckt.

Welche Mobilitätsaktivitäten können im Rahmen einer Strategischen Partnerschaft durchgeführt werden?

Mobilitätsaktivitäten in Erasmus+ werden von wenigen, besonders begründeten Ausnahmen abgesehen, nicht in den Strategischen Partnerschaften, sondern in Leitaktion 1 gefördert.

Strategische Partnerschaften dienen der Entwicklung von innovativen Konzepten im Jugend- und / oder Bildungsbereich oder der Vernetzung von Partnerorganisationen und dem Austausch guter Praxis. Außerdem können in diesem Rahmen transnationale Jugendinitiativen gefördert werden.

In Strategischen Partnerschaften werden die zur Vorbereitung, Steuerung und Auswertung des Projekts nötigen Arbeitstreffen von Vertreter/-innen der Partnerorganisationen als "grenzüberschreitende Projekttreffen" gefördert. Ansonsten sind Mobilitäten – im Antragsformular konkreter als "Lern-, Lehr- und Schulungsaktivitäten" bezeichnet – nur dann förderfähig, wenn sie in einem klaren Zusammenhang zur Erreichung der Gesamtziele der Partnerschaft stehen.

Unter dieser Grundvoraussetzung sind folgende Aktivitäten möglich:

  1. Blended Mobility junger Menschen: Förderfähig ist eine Mischung kurzzeitiger realer Mobilität mit virtueller Mobilität, also z.B. eine Kombination einer Jugendbegegnung mit einem E-Learning-Prozess. Dies steht im Zusammenhang mit der Priorität, auch im Jugendbereich verstärkt Informations- und Kommunikationstechnologien für Lernprozesse zu nutzen. Im Kontext eines darauf ausgerichteten Projekts kann es dann sinnvoll sein, neue Konzepte für die Verbindung virtuellen Lernens mit realer Mobilität konkret mit Jugendlichen zu erproben.
     
  2. Langzeitmobilität von Jugendarbeiter/-innen: Förderfähig ist ein zwei- bis zwölfmonatiger Aufenthalt bei einer Partnerorganisation, der über die aktive Teilnahme an der täglichen Arbeit dieser Organisation dem Erwerb neuer fachlicher Kompetenzen und dem Austausch guter Praxis dient. Sinnvoll ist dies insbesondere im Kontext einer auf eine engere Vernetzung und den Austausch guter Praxis ausgerichteten Partnerschaft.
     
  3. Gemeinsame Kurzzeit-Fortbildungen für Mitarbeiter/-innen: Förderfähig sind kurze Trainingsmaßnahmen zu Themen, die in engem Zusammenhang zu den Zielen und Themen der Strategischen Partnerschaft stehen und zur Erreichung der Projektziele sinnvoll bzw. notwendig sind. Denkbar wären beispielsweise notwendige IT-Schulungen, z.B. zu einem Content Management System, im Kontext eines auf die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für Lernprozesse ausgerichteten Projekts.

Bitte beachten Sie, dass die im Antragsformular aufgeführten "Kurzzeit-Trainings für Jugendarbeiter/-innen" in Strategischen Partnerschaften nicht gefördert werden können. Diese können als Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte im Rahmen von Leitaktion 1 durchgeführt werden.

Strategische Partnerschaften können grundsätzlich auch mit Projekten in Leitaktion 1 und / oder Leitaktion 3 verknüpft werden, so lange sich die geförderten Maßnahmen klar voneinander unterscheiden lassen. So ist es beispielsweise denkbar, die Entwicklung neuer Methoden im Rahmen einer Strategischen Partnerschaft mit Jugendbegegnungen oder Trainingsmaßnahmen in Leitaktion 1 zu verknüpfen, in denen diese Methoden erprobt werden, um sie anschließend wiederum im Rahmen der Strategischen Partnerschaft weiterzuentwickeln und zu verbreiten.

Was ist eine bereichsübergreifende Strategische Partnerschaft?

Eine Strategische Partnerschaft ist dann bereichsübergreifend, wenn ihre Zielsetzungen und Inhalte sowie die erwarteten Ergebnisse und Wirkungen für mehr als einen der Programmbereiche – Jugend, schulische Bildung, Hochschulbildung, berufliche Bildung und Erwachsenenbildung – relevant sind.

Die Beteiligung einer Partnerorganisation aus einem anderen Bereich allein macht ein Projekt noch nicht zum sektorübergreifenden; wenn also beispielsweise die Entwicklung neuer Tools für den Jugendbereich durch eine Hochschule begleitend evaluiert wird, die Ergebnisse aber "nur" der Verbesserung der Tools und damit ihrer Wirksamkeit im Jugendbereich dienen, handelt es sich trotz des Partners aus dem Hochschulbereich um eine Strategische Partnerschaft im Jugendbereich.

Eine echte bereichsübergreifende Partnerschaft zwischen den beiden genannten Bereichen könnte z.B. darin bestehen, gemeinsam an neuen / veränderten Curricula für die Ausbildung von Jugend- oder Sozialarbeiter/-innen zu arbeiten – diese hätten klare Bezüge zu und Wirkungen in beiden Bereichen.

Wie ist die Finanzierung einer Strategischen Partnerschaft durch die anzuwendenden Pauschalen zu verstehen und in der Praxis umzusetzen?

Strategische Partnerschaften werden durch eine Art Baukastensystem mit Pauschalen für verschiedene Projektaktivitäten und -treffen sowie das Projektmanagement finanziert.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die jeweiligen Pauschalen nicht zwangsläufig zu 100% in die dazugehörige Aktivität fließen müssen, sondern als Zuschuss zum Gesamtprojekt betrachtet werden können. So können beispielsweise überschüssige Gelder aus dem Bereich "länderübergreifende Projekttreffen" in andere Bereiche umgeschichtet werden, um die laufenden Kosten, die zur Umsetzung des Projekts nötig sind, zu erhöhen.

Ausnahmen stellen "Sonderkosten" sowie "Unterstützung bei besonderem Bedarf" dar, da in diesen Bereichen 75% bzw. 100% der anfallenden realen Kosten finanziert werden und somit keine Vermischung mit der restlichen Pauschalfinanzierung möglich ist.

Wie können Transnationale Jugendinitiativen im neuen Programm beantragt werden?

Transnationale Jugendinitiativen unterliegen denselben Regeln und Förderbedingungen wie Strategische Partnerschaften im Jugendbereich, werden aber von jungen Menschen zwischen 13 und 30 Jahren möglichst eigeninitiativ und selbständig durchgeführt.

Jugendliche, die nicht z. B. über einen Verein zusammengeschlossen sind, können als informelle Gruppe, d.h. als nicht organisierte Gruppe junger Menschen, einen Antrag stellen oder als Partnergruppe an einer Jugendinitiative beteiligt sein. In diesem Fall muss mindestens eine Person aus der Gruppe volljährig sein und für die Gruppe als gesetzlicher Vertreter fungieren.

Spezielle FAQs zum Antragsformular der Leitaktion 3

In der Leitaktion 3 erfolgt die Antragstellung ab April 2017 über ein web-basiertes Antragformular. Was muss ich beachten?

Die Antragstellung in Leitaktion 3 erfolgt über ein Web-Antragsformular. Das Formular wird von allen modernen Web-Browsern unterstützt. Empfohlen wird die Benutzung von Internet Explorer 11.0, Firefox 45.7 oder Chrome 56.0. Das Web-Antragsformular benötigt beim Ausfüllen eine konstante und schnelle Internetverbindung.

Um das Antragsverfahren abzuschließen sowie die Ehrenwörtliche Erklärung zu drucken, unterschreiben und hochzuladen, werden zudem Drucker und Scanner benötigt. Darüber hinaus bedarf es einer PDF Reader Software (empfohlen wird Adobe Reader).

Weitergehende Informationen hat die EU-Kommission in ihren Guidelines zum Ausfüllen des Formulars (PDF-Dokument, 2,7 mb) zusammengestellt.

Was ist das aktuelle Thema des Strukturierten Dialogs?

Seit Juli 2007 bis Ende 2018 steht im Rahmen der Triopräsidentschaft von Estland, Bulgarien und Österreich ein neues Thema im Mittelpunkt des Strukturierten Dialogs. Unter der Überschrift "du <<EUROPA>> wir" geht es um die Frage wohin sich Europa aus der Sicht junger Menschen entwickeln soll und was Jugendpolitik dazu beitragen kann.

Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Europäisches Wir-Gefühl,
  • Mobilität & Begegnung,
  • Jugend in der digitalen Welt,
  • (Aus-)Bildung & Arbeit,
  • Vielfalt Umwelt & Nachhaltigkeit,
  • Freiwilliges Engagement & Jugendorganisationen,
  • Beteiligung,
  • Weiterentwicklung der EU Politik für junge Menschen.

Weitere Informationen zum Schwerpunktthema, den unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten und Zeitläufen sowie umfangreiche Informationen zum Strukturierten Dialog als Prozess finden Sie auf der Seite der Werkstatt MitWirkung beim DBJR e.V.

Was sind die Themen der Europäischen Jugendstrategie?

Der Strukturierte Dialog ist eng mit der Europäischen Jugendstrategie (eigentlich: Erneuerter Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa) verknüpft. Er gilt als ein Instrument zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie und als das Instrument für die Beteiligung Jugendlicher an diesem Prozess.

Das Hauptziel der EU-Jugendstrategie ist es, die Lebenssituation Jugendlicher in der Europäischen Union bis 2018 entscheidend zu verbessern. Dazu entwickeln die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten in den folgenden acht Aktionsfeldern Aktivitäten:

  • Allgemeine und berufliche Bildung
  • Beschäftigung und Unternehmergeist
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Teilhabe
  • Freiwilligentätigkeit
  • Soziale Eingliederung
  • Jugend in der Welt
  • Kreativität und Kultur

Weitere Informationen zur EU-Jugendstrategie und ihrer Umsetzung in Deutschland finden Sie auf den Seiten des Strukturierten Dialogs und auf Jugendpolitik in Europa sowie in der Broschüre "Die EU-Jugendstrategie" (PDF-Dokument, 1.3 MB)

Können in Projekten im Rahmen der Leitaktion 3 neben dem aktuellen Thema des Strukturierten Dialoges und den Themen der EU-Jugendstrategie auch andere Themen bearbeitet werden?

Ja, es ist möglich zusätzlich zum aktuellen Thema "Allen Jugendlichen ermöglichen, sich an einem vielfältigen, vernetzten und inklusiven Europa zu beteiligen – bereit fürs Leben, bereit für die Gesellschaft" und / oder zu den Themen der EU-Jugendstrategie weitere Themen zu bearbeiten, die für Jugendliche und politisch Verantwortliche z.B. auf lokaler oder regionaler Ebene eine besondere Relevanz haben.

Gibt es nationale Förderprioritäten für die Umsetzung des Strukturierten Dialogs in der Leitaktion 3?

Es gibt keine nationalen Förderprioritäten, jedoch eine Förderstrategie für die Leitaktion 3, die die idealtypische Umsetzung von Projekten beschreibt. Die Kriterien richten sich dabei insbesondere an Projektträger/-innen, die mit ihrem Projekt eine größere Reichweite des Strukturierten Dialogs anstreben.

Zur Förderstrategie (PDF-Dokument, 202 kb)