Erasmus+ JUGEND IN AKTION wirkt

Erasmus+ JUGEND IN AKTION fördert junge Menschen: ihre Kompetenzen, ihren Start ins Berufsleben, ihr Engagement für Europa und für die Gesellschaft.

Study on the Impact of Transnational Volunteering through the European Voluntary Service

  • Wirkungsstudie zum Europäischen Freiwilligendienst der EU-Kommission

Seit 1996 gibt es den Europäischen Freiwilligendienst (EFD). Zunächst ein eigenes Programm, wurde er im Jahr 2000 Teil des EU-Jugendprogramms, zuletzt in Erasmus+.

Der EFD ist ein Erfolgsprogramm, nicht nur wegen seiner beeindruckenden Zahlen: 100.000 junge Menschen sind bis heute dabei gewesen, inzwischen werden allein für die Förderperiode 2014-2020 100.000 Freiwillige erwartet. Zurzeit gibt es 5.200 Organisationen aus 33 Programmländern und 22 Partnerländern sowie über 100 weitere in der ganzen Welt, die als Aufnahme- bzw. Entsendeorganisationen oder unterstützende Partner fungieren.

Gemeinnützige freie und öffentliche Einrichtungen und Organisationen, die nationalen Gesellschaften und die europäische Gemeinschaft profitieren vom sozialen, ökologischen und politischen Engagement der beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die wiederum lernen was fürs Leben.

Zu diesen Schlüssen kommt jedenfalls die Studie "Study on the Impact of Transnational Volunteering through the European Voluntary Service", die die EU-Kommission aktuell vorgelegt hat und die wohl nicht zufällig zeitgleich zu den Diskussionen um das Europäische Solidaritätskorps entstand.

Für den quantitativen Teil wurden Daten aus allen Programm- und Partnerländern herangezogen, für den qualitativen Fallstudien aus 15 beteiligten Ländern. 10.480 Personen beteiligten sich an Online-Befragungen und Interviews, darunter 1.900 VertreterInnen von Organisationen.

Zum Schluss wurden die Ergebnisse in einer großen Konferenz mit Stakeholdern erörtert. Die Studie fragt nach den Effekten des EFD auf die beteiligten jungen Menschen, auf die teilnehmenden Organisationen und Kommunen.

Der typische Freiwillige ist immer noch weiblich

Der EFD ist – immer noch – eine überwiegend weibliche Form des Engagements: 63% der Freiwilligen sind junge Frauen. Und es verfügen, wie mehrheitlich auch ihre Eltern, 61% der derzeitigen Freiwilligen und 74% der ehemaligen über eine Hochschulbildung. Die Studie kommt, anders als erwartet, zu dem Schluss, dass die hohe soziale Selektivität weniger mit dem Format Freiwilligendienst zu tun hat (z.B. weil vor allem bestimmte Bildungswege über die Zeit dafür verfügen), sondern damit, dass soziales Engagement vorrangig bei besser Gebildeten zu finden ist.

Im Vergleich zu ihren Altersgenossen sind relativ viele EFDler auf Jobsuche – eine Motivation, sich im Freiwilligendienst zu orientieren und international zu qualifizieren, vermuten die Forscher. Dem entspricht die Erwartung von 63%, vor allem eher benachteiligter Freiwilliger, mit dem Engagement ihre Bildungs- und Berufskarrieren zu verbessern.

Andere Motive überwiegen allerdings: 87% möchten ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern, fast ebenso viele möchten neue Leute kennenlernen oder einfach mal im Ausland leben. 78% wollen ihre sozialen Kompetenzen weiterentwickeln.

Der oder die typische EFDler/-in ist vor allem "Mehrfachtäter". 70% waren bereits vor dem Freiwilligendienst ehrenamtlich tätig und ein Drittel war schon einmal längere Zeit im Ausland, unter anderem auch als Erasmus-Studierende.

Was fürs Leben

Fast alle Freiwilligen bescheinigen dem EFD einen besonderen Effekt auf ihr Leben: 96% der derzeitigen und 97% der ehemaligen Freiwilligen sagen, dass der Freiwilligendienst sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert hat, dass sie etwas über sich gelernt haben und ihr Horizont erweitert wurde.

75% der Freiwilligen geben an, dass ihre zwischenmenschlichen und sozialen Kompetenzen gefördert wurden, fast alle haben ihre Sprachkenntnisse verbessert. Und auch die Erwartungen an die Steigerung der Karrierechancen werden bestätigt: Mehr als 80% der Freiwilligen konnten sich beruflich orientieren und auch 91% der am EFD beteiligten Organisationen geben an, dass der EFD einen großen positiven Effekt auf die Beschäftigungsfähigkeiten der Freiwilligen haben. Dies gilt besonders für so genannte benachteiligte junge Menschen.

Der Freiwilligendienst regt an, ein eigenes Projekt zu starten oder sich mehr sozial und politisch zu engagieren. Entsprechend sagen 80% der EFDler, dass sie eine größere Einsicht in soziale Probleme gewonnen und mehr Verantwortungsbewusstsein gewonnen haben.

Der EFD macht darüber hinaus mobil. Die Hälfte ehemaliger EFDler verlegen ihren Aufenthalts- und Berufsort mindestens einmal im Leben ins Ausland, wahrscheinlich auch deshalb, weil sie insgesamt offener für kulturelle Unterschiede werden und eine Beziehung zu Europa aufbauen. Fast alle (97%) gewinnen im Ausland Freunde, zu denen auch die Ehemaligen noch Kontakt halten.

Und dann ist da noch das Narrativ mit den ehestiftenden Wirkungen eines Europäischen Freiwilligendienstes. Das wurde zwar so direkt nicht bestätigt, wohl aber haben 63% der EFDler Partner mit einer anderen Nationalität – immerhin fünfmal mehr als ihre Altergenossen in den Vergleichsgruppen.

Hindernisse

Wenn der EFD so ein Booster in Sachen Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung ist, sollten mehr junge Menschen die Möglichkeit erhalten, daran teilzunehmen. Was also hält sie ab? Auch darauf gibt die Studie Antworten.

An erster Stelle steht ein Mangel an Informationen, der oft in einem direkten Zusammenhang mit sozioökonomischen Bedingungen steht. Es folgt eine negative Wahrnehmung des EFD, Zweifel an seinem Nutzen für die Karriere, was wiederum auf einen Mangel an Informationen hinweist. Die Scheu, überhaupt mobil zu werden, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Da reicht eine finanzielle Unterstützung allein nicht. Viele Jugendliche brauchen vor allem persönliche Beratung und Mentoring, um den EFD nutzen zu können.

Neben diesen Hindernissen gibt es etliche strukturelle Hürden, die Jugendliche wie Organisationen sehen. Das beginnt mit Visaproblemen, reicht über mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen vor allem bei kleinen Organisationen und hört mit aktuellen Schwierigkeiten bei der Akkreditierung unter Erasmus+ noch nicht auf.

Und die EFD-Träger?

Keine Frage, freie und öffentliche Träger, die sich im EFD engagieren, haben etwas davon. 97% sehen den Freiwilligendienst als einen Erfolg für sich an. So werden Weltoffenheit und Managementkompetenzen der Mitarbeiter gefördert und die Organisationen und Kommunen selbst gewinnen ein "internationales Profil".

Vor allem die Kommunen haben bei der Untersuchung bestätigt, dass die Arbeit der Freiwilligen ein großer Gewinn für die "am schwersten zu erreichenden Zielgruppen" wie sozial ausgegrenzte, behinderte oder mehrfach benachteiligte Menschen sind. "Der Kontakt mit Europäischen Freiwilligen", so resümieren die Forscher, "versetzt diese Menschen oft in die Lage neue Aktivitäten aufnehmen zu können." Dazu zählen beispielsweise das Erlernen fremder Sprachen oder interkulturelle Erfahrungen.

Für alle, die es schon immer wussten, sind die Empfehlungen des Forschungsprojektes eine Bestätigung. Die Liste umfasst u.a.

  • mehr Werbung,
  • eine bessere Qualifizierung von Mitarbeitenden in der Jugendarbeit,
  • Peer-Netzwerke,
  • die Ausbildung von "EFD-Mentoren",
  • die Einführung von Quoten für benachteiligte Jugendliche.

Auch für die Organisationen ist die Wunschliste lang. Es wird zu einer Stärkung der Entsendeorganisationen, einer Neuaufstellung des Akkreditierungsverfahrens, einer Erhöhung der Ressourcen, auch zu mehr Qualifizierung, z.B. Trainings, wie benachteiligte Jugendliche erreicht und beraten werden können, sowie zu Hilfen bei der Organisationsentwicklung geraten.

Dokumente der Studie

Umsetzung des Programms im Jahr 2015

  • Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aus der Jahresevaluation der EU-Kommission sowie die der Nationalen Agentur JUGEND für Europa

Nach einem holprigen Beginn im Jahr 2014, in dem vor allem die digitale Verwaltung Schwierigkeiten machte, lief es 2015 rund: Erasmus+ hat sich im Jugendbereich zu einer nennenswerten Größe entwickelt.

Finanzmittel

Für Erasmus+ sind von 2014 bis 2020 14,8 Milliarden Euro vorgesehen. Die Mittel erfahren eine jährliche Steigerung, angefangen mit knapp zwei Milliarden in den Jahren 2014 und 2015 und endend mit geplanten über drei Milliarden Euro im Jahr 2020. Die zwei Milliarden Euro für das Jahr 2015 wurden zu 100% ausgegeben.

Für den Jugendbereich des Programms – JUGEND IN AKTION – gab es 10% der Mittel, also 200 Millionen Euro. 18% davon oder 17.198.091,- Euro wurden von der deutschen Nationalagentur JUGEND für Europa als Fördermittel weitergegeben. 75% des Gesamtvolumens des Programms werden mittlerweile dezentral, also über Nationalagenturen, umgesetzt.

Schaut man auf die Verteilung nach den Leitaktionen, ging der überwiegende Teil der Gesamtmittel, 57%, an Projekte in der Leitaktion 1. Zu der zählen Jugendbegegnungen, der Europäische Freiwilligendienst sowie Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit. Für Deutschland hieß das in Zahlen: 13.161.524,- Euro.

19% der Gesamtmittel flossen in die Leitaktion 2, über die die Strategischen Partnerschaften und transnationale Jugendinitiativen gefördert werden. Für Deutschland gab es hier 3.338.942,- Euro, 151.734,- Euro durchschnittlich pro mehrjährigem Partnerschaftsprojekt.

Vier Prozent des Gesamtbudgets erhielt die Leitaktion 3. In die fallen der Strukturierte Dialog sowie Ausschreibungen, die zentral von der Kommission bzw. der EACEA verwaltet werden und die die zivilgesellschaftliche Kooperation im Jugendbereich betreffen.

Antragslage

Der Jugendbereich befindet sich im Erasmus+-Programm in einer Schieflage. Es gibt einen Überhang an Interesse und Aktivitäten im Vergleich zur Höhe und Verteilung der Fördermittel.

So kamen in der Leitaktion 1 im Jahr 2015 15.700 Anträge aus dem Jugendbereich, das waren wesentlich mehr (nämlich 35%) als noch 2014 und 43% aller Anträge im gesamten Programm. Das zeigt, so die EU-Kommission in ihrem Bericht, "das hohe Interesse an nicht formalen Lernaktivitäten im Jugendbereich".

Bewilligt wurden allerdings nur 5.500 Anträge, was einer Förderquote von 35% in der Leitaktion 1 bedeutet. In den anderen Bereichen von Erasmus+ ist das Verhältnis von Bewilligungen zu jeweils eingereichten Anträgen besser, es liegt im Durchschnitt bei 44%.

Ein Trost: In Deutschland sieht es mit den Chancen etwas besser aus. JUGEND für Europa erhielt in der Leitaktion 1 insgesamt 934 Anträge und konnte 587 bewilligen. Das entspricht einer Erfolgsquote von 63%.

Ähnlich sah es in der Leitaktion 2 aus. Der Jugendbereich stellt mit 2.100 von 10.600 Anträgen 20% aller Anträge in diesem Bereich. Leider aber mussten auch hier die Projekte mit Abstand mit der geringsten Förderquote auskommen. Die ist ohnehin nicht hoch. Nur 18% der eingereichten Anträge wurden insgesamt bewilligt, im Jugendbereich lag die Quote nur bei 11%. Für die Umsetzung in Deutschland sah es nicht viel besser aus. Von 101 Anträgen konnten nur 19 gefördert werden.

Zumindest in der Leitaktion 3 (Strukturierter Dialog, Unterstützung politischer Reformen) war das Bewilligungsverhältnis besser. Von 46 in Deutschland eingereichten Anträgen wurden 19 bezuschusst (41%).

Nutznießer

Der eigentliche Erfolgsindikator des Programms ist die Anzahl der beteiligten Akteure. In der Leitaktion 1 beispielweise kamen 56% aller am Programm teilnehmenden Organisationen aus dem Jugendbereich, davon waren 3.137 an Projekten mit deutschen Partnern beteiligt. "Hauptsächlich Graswurzel-Projekte" würden hier gefördert, vermeldet die Kommission. Über die Hälfte (55%) der Antragsteller waren "Newcomer", was die Kommission naturgemäß freut. 15% der Antragsteller sind öffentliche Träger und 6% informelle Jugendgruppen.

Und auch die Teilnehmerzahlen können sich sehen lassen. Nach dem Hochschulprogramm kommen aus dem Jugendbereich die meisten Teilnehmenden, nämlich 150.000 oder 22% aller Teilnehmenden (Gesamt: 678.000) in der Leitaktion 1. Beinahe 10.000 Teilnehmende fallen dabei auf den Europäischen Freiwilligendienst.

"Projekte im Jugendbereich haben ein hohes Potenzial, aktuellen Herausforderungen zu begegnen, wenn es um die Inklusion und Integration von Migranten und Flüchtlingen geht", schreibt die Kommission. 5% der Projekte bezogen in der dritten Antragsrunde im Jahr 2015 geflüchtete Jugendliche ein. Die inklusive Wirkung von Jugendarbeit lässt sich auch an anderen Zahlen ablesen. Insgesamt 36% aller Teilnehmenden an Jugendprojekten in der Leitaktion 1 waren benachteiligt.

In der Leitaktion 2 blieb es eher bescheiden. Der Jugendbereich stellte 2% der Teilnehmenden und 10% der beteiligten Organisationen. In der kleinsten der Leitaktionen, die Aktion 3, wurden insgesamt 269 Projekte des Strukturierten Dialogs mit 62.000 Teilnehmenden gefördert. Hier war die Quote der benachteiligten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 31% ebenfalls hoch.

Eine Zahl hat sich 2015 konsolidiert: Ca. 90% aller benachteiligten Teilnehmenden im Programm Erasmus+ insgesamt werden aus dem Jugendbereich gefördert.

Themen

Und worum ging es in den Projekten? In der Leitaktion 1 beschäftigten sich Begegnungen und Freiwilligendienste vor allem mit folgenden Themen:

  • Jugend-Partizipation, Jugendarbeit und Jugendpolitik (17%),
  • Kreativität und Kultur (12%),
  • EU-Bürgerschaft, EU-Bewusstsein und Demokratie (10%),
  • interkulturelle / intergenerative Bildung und Lebenslanges Lernen (7%)
  • sowie Inklusion (7%).

In der Leitaktion 2 interessierten besonders die Förderung von Partizipation und aktiver Bürgerschaft (31%) und die Qualitätsentwicklung von Jugendarbeit (17%).

(Noch) einen Sonderfall stellen die bereichsübergreifenden Projekte dar. Diese müssen mindestens eine horizontale Themen-Priorität ausweisen und mindestens zwei spezifische Prioritäten in zwei unterschiedlichen Feldern. Was sich so kompliziert anhört, ist es wohl auch, die Kommission sieht "Luft nach oben" vor allem in der Definition dessen, was denn ein bereichsübergreifendes Projekt ist.

Die Themen solcher Projekte sind dagegen ziemlich klar favorisiert:

  • 69% beschäftigen sich mit der Qualität von Lehre und Fortbildung/Training,
  • 46% mit dem Thema Inklusion,
  • 37% mit Beschäftigungsfähigkeit und
  • 32% mit neuen Technologien und digitalen Kompetenzen.

Wirkungen

Die Wirkungen sind beeindruckend. Vor allem die Leitaktion 1 trägt zur Entwicklung von Jugendlichen bei, wie der Kommissionsbericht ausweist:

  • 94% der Teilnehmenden haben ihre Schlüsselkompetenzen und Fertigkeiten verbessert,
  • 85% stehen einer europäischen Multikulturalität offen gegenüber,
  • 69% möchten sich mehr in sozialen und politischen Aktivitäten engagieren,
  • 85% wollen in ihrem Umfeld etwas verbessern,
  • 87% fühlen sich verpflichtet, etwas gegen Diskriminierung, Intoleranz, Xenophobie und Rassismus tun,
  • 92% fühlen sich toleranter gegenüber den Werten und dem Verhalten anderer.

Dokumente zur Programmumsetzung

Wirkungen des EU-Programms JUGEND IN AKTION

JUGEND IN AKTION (2007 bis 2013) war das Vorgängerprogramm von Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Seine Wirkungen auf junge Menschen (auf ihre Kompetenzen, ihren Start ins Berufsleben, ihr Engagement für Europa und für die Gesellschaft) belegten die nachfolgenden Studien.

Unter der Lupe

  • Berichte zur wissenschaftlichen Begleitung von JUGEND IN AKTION in Deutschland

"Unter der Lupe" untersucht seit 2009 das EU-Programm JUGEND IN AKTION in Deutschland. Die Untersuchung ist Bestandteil des europäischen Projektes "RAY – Research-based Analysis and Monitoring of the YOUTH IN ACTION Programme". "Unter der Lupe" wird in Kooperation zwischen JUGEND für Europa – der Deutschen Agentur JUGEND IN AKTION, dem Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der außerschulischen Bildung IKAB e.V. in Bonn und der Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE) am CAP an der Ludwig Maximilians Universität München angelegt. Begleitet wird "Unter der Lupe" durch die Arbeitsgruppe "Monitoring und Evaluation" des Nationalen Beirates für JUGEND IN AKTION beim BMFSFJ.

Neben der Analyse der quantitativen Daten aus dem Online-Fragebogen stehen in Deutschland seit 2009 qualitative Interviews im Mittelpunkt der Untersuchung. In der Zusammenführung aller generierten Daten werden so plausible Interpretationen und Erklärungsmuster zu Effekten und Wirkungen des Programms JUGEND IN AKTION möglich. Dem CAP obliegt dabei die Untersuchung der Wirkungen des Programms auf die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und deren Wahrnehmungen des Programms. Das IKAB erhebt vor allem die bildungs- und jugendpolitische Sicht der Trägerstrukturen und deren Einschätzungen zu den administrativen und finanziellen Rahmenbedingungen.

Alle Berichte:

RAY – Research-based Analysis and Monitoring of the YOUTH IN ACTION Programme

  • Berichte zur europaweiten wissenschaftlichen Begleitung von JUGEND IN AKTION

RAY – Research-based Analysis and Monitoring of the YOUTH IN ACTION Programme ist eine Initiative von 15 Nationalagenturen unter Leitung der Universität Innsbruck zur europaweiten Untersuchung des Programms YOUTH IN ACTION. Ziele von RAY sind die kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung des Programms in den beteiligten Ländern sowie die systematische Auswertung in vergleichender europäischer Perspektive.

Seit 2009 führt das RAY-Netzwerk gemeinsame mehrsprachige Online-Befragungen von Jugendlichen und Jugendbetreuern in 14 Sprachen sowie ab 2012 auch qualitative Studien zu ausgewählten Themen durch. RAY-Studien untersuchen folgende Themen:

  • die Auswirkungen des Programms auf alle Beteiligten, insbesondere auch in Hinblick auf deren Partizipation im öffentlichen Leben sowie auf ihren weiteren Bildungsweg und ihre beruflichen Entwicklungen;
  • die Lernprozesse aller Beteiligten in geförderten Projekten;
  • das Profil der beteiligten Jugendlichen und Jugendbetreuern, insbesondere in Hinblick auf ihre sozioökonomischen, kulturellen und bildungsspezifischen Hintergründe;
  • den Zugang zum Programm, insbesondere für benachteiligte Jugendliche.

Das RAY Netzwerk umfasst derzeit die Nationalagenturen von YOUTH IN ACTION – welche die Netzwerk-Aktivitäten finanzieren – sowie deren Forschungspartner (universitäre und private Institute) in derzeit 15 Ländern: Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien, Ungarn und die Türkei. Weitere Partnerländer haben ihr Interesse bekundet.

RAY-Studien:

Zwischenevaluationen

  • Berichte zu den Zwischenevaluationen der Programme JUGEND und JUGEND IN AKTION

Die Berichte zu den Zwischenevaluationen der EU-Programme JUGEND (2000-2006) beziehungsweise JUGEND IN AKTION (2007-2013) wurden unter der Federführung des BMFSFJ erstellt. Sie treffen Aussagen zur Effizienz der Umsetzung sowie zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Programme in der Bundesrepublik Deutschland.

Alle Zwischenevaluationen

Youthpass

  • Berichte und Ergebnisse zur Entwicklung, Umsetzung und Wirkung von Youthpass

Youthpass ist seit 2007 Bestandteil der Strategie der Europäischen Kommission zur Förderung der Anerkennung nicht formalen Lernens. Es ist das Instrument für die Sichtbarmachung und Bestätigung von Lernergebnissen aus Projekten im Rahmen von JUGEND IN AKTION.

Youthpass Impact Study

Das Hauptziel der "Youthpass Impact Study" ist es, die Wirkung von Youthpass auf die Teilnehmer des Programms JUGEND IN AKTION mit qualitativen und quantitativen Methoden zu erfassen. Ein Schwerpunkt wurde dabei zum Beispiel auf die Verbesserung von Lernprozessen und den Einfluss von Youthpass auf die Anerkennung nicht formaler Lernerfahrungen in Bewerbungs- und Auswahlverfahren, die auf dem Arbeitsmarkt und im Bereich der formalen Bildung angewandt werden, gesetzt.

Youthpass Impact Study (PDF-Dokument, 5 MB)

Youthpass result analysis

Die "Youthpass result analysis" liefert Berichte und erste Ergebnisse zu den folgenden Themen:

  • die wichtigsten Entwicklungsstufen von Youthpass,
  • die Umsetzungsstrategie von Youthpass und
  • die Herausforderungen an weitere Umsetzungmaßnahmen von Youthpass innerhalb des Programms JUGEND IN ANKTION sowie Herausforderungen bezüglich der Debatten zur Jugend- und Bildungspolitik.

Result analysis of Youthpass developments between April 2005 and December 2009 (PDF-Dokument, 4,8 MB)

Studien im Rahmen von JiVE

  • Berichte zu Studien im Rahmen von "JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben"

Vielfalt on tour – Internationale Jugendbegegnungen in der Migrationsgesellschaft

Das Projekt "InterKulturell on Tour - IKT" ist ein bundesweites Modellprojekt an der Schnittstelle von Internationalität und Interkulturalität. Das Projekt sucht nach Strategien für eine stärkere Teilhabe von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an internationalen Jugendbegegnungen und dem grundsätzlichen Beitrag der Internationalen Jugendarbeit zum Verständnis der Einwanderungsgesellschaft.

Die Umsetzung des Projekts erfolgte im Zeitraum von September 2007 bis September 2009 als Teilprojekt von "JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben". Dieser Bericht gibt die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts InterKulturell on Tour wieder und ist als Teilbericht zur Gesamtevaluation des Projekts "JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben" zu verstehen.

Vielfalt on tour (PDF-Dokument, 469 kB)

Europa ermöglichen – "Für mich, über mich und für das Leben gelernt"

Der Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch die Fachhochschule Köln zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD) im Rahmen von "JiVE. Jugendarbeit international - Vielfalt erleben" enthält eine Zusammenfassung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zum EFD und Antworten auf die Frage, welche Strategien und Aspekte zu einer interkulturellen Öffnung des EFD beitragen können.

Europa ermöglichen (PDF-Dokument, 766 kB)

Evaluation EuroPeers

  • Bericht zu Nutzen und Wirken des Peer-to-Peer Projekts "EuroPeers" von JUGEND für Europa in der Informationsarbeit über Mobilitäts- und Beteiligungsmöglichkeiten in Europa

"EuroPeers - Jugendliche informieren über Europa" so der Name des seit 2005 bestehenden Projekts, das von JUGEND für Europa koordiniert wird. In diesem Bericht werden vor allem die Wirkungen des Projekts für die beteiligten EuroPeers und die Nutzer beleuchtet und bewertet.

Evaluationsbericht - EuroPeers. Jugendliche informieren über Europa (PDF-Dokument, 2,2 MB)

report

  • Jahresberichte von JUGEND für Europa mit Daten und Fakten zum Programm JUGEND IN AKTION

Mit "report" präsentiert JUGEND für Europa die beiden wesentlichen Aspekte der Umsetzung des EU-Programms JUGEND IN AKTION in Deutschland in einem Bericht: die umfassende Darstellung des Managements und des Einsatzes der für Deutschland bereitgestellten Fördermittel und die bei jugendlichen Teilnehmern erzielten Wirkungen.

Alle Berichte